Eppan - das Tor zu den Dolomiten
Die Gemeinde Eppan an der Weinstraße ist mit über 1.000 Hektar Weinbergen das größte Weinanbaugebiet Südtirols im Herzen der Provinz Bozen. Die 390 Hektar Weinberge der 320 Mitglieder von St. Michael-Eppan sind über sonnige Hanglagen verteilt. Jede Rebsorte findet hier ihr ideales Terroir. Die Natur bietet erstklassige Bedingungen für die Produktion außergewöhnlicher Spitzenweine.

Weißburgunder, Chardonnay & Sauvignon
Am Fuße des Mendelmassivs, im Gebiet „Eppan Berg“, auf 400 bis 700 Metern Höhe, wachsen die meisten unserer Weißburgunder-, Chardonnay- und Sauvignon-Trauben. Hier sorgen die kühlen Fallwinde des Mendelgebirges für kühle Nächte, die prägend für die Aromatik und die unverwechselbare Frische der Weine sind.
Die Reben wurzeln in Kalkschotterböden aus Dolomitengestein, deren Ursprung in der Eiszeit liegen. Mit ihrem hohen pH-Wert und ihrer Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern, bieten sie ideale Bedingungen für diese Sorten. Kalkschotterböden mit hohem Skelettanteil unterstreichen die Frische und Mineralität von Weißburgunder und Sauvignon auf einzigartige Weise.
Pinot Noir
Ebenfalls in den kühleren Hanglagen des Mendelgebirges beheimatet, im Gebiet „Eppan Berg“ auf 400-600m, findet Pinot Noir auf kleinstückigen Kalkschotterböden mit höherem Lehmanteil die optimalen Voraussetzungen. Diese Böden geben dem Burgunder Finesse, Tiefe und Struktur.
Pinot Grigio & Gewürztraminer
Rund um die Kellerei, entlang der Südtiroler Weinstraße auf etwa 400 Metern Höhe, gedeihen Grauburgunder und Gewürztraminer. Die Reben wachsen hier auf Moränenschuttböden, die aus den Ablagerungen eiszeitlicher Gletscher entstanden sind. Diese Böden sind gut durchlüftet, nur begrenzt wasserdurchlässig und zeichnen sich durch einen niedrigen pH-Wert aus. Dadurch reifen die Trauben langsamer und entwickeln ein besonders vielschichtiges Aroma – die ideale Grundlage für ausdrucksstarke und elegante Weißweine
Riesling & Müller Thurgau
In den hochgelegenen Weinbergen bis zu 900 Metern Höhe, wo der Weinbau als „heroisch“ gilt, wachsen Rebsorten wie Müller-Thurgau und Riesling. Die Reben gedeihen hier auf auffallend roten Porphyr-Verwitterungsböden aus vulkanischem Gestein, das mit Lehm oder Sand vermischt ist. Diese trockenen, humusarmen Böden speichern Wärme, sind licht- und luftdurchlässig und fördern eine langsame, gleichmäßige Reife. Das Zusammenspiel aus kühler Höhenlage und wärmespeicherndem Boden verleiht den Weinen eine präzise Säure, feine Mineralität und strahlende Frische.
Lagrein, Merlot, Cabernet & Vernatsch
In den wärmeren Lagen Südtirols finden Lagrein, Merlot und Cabernet ihre idealen Voraussetzungen. Der Lagrein wächst in der Talsohle von Bozen auf rund 200 Metern Höhe, während sich die Rebanlagen von Merlot und Cabernet vom Kalterer See über die Weinstraße bis nach Kurtatsch erstrecken. Die letzten verbliebenen Vernatsch-Weinberge befinden sich in einigen historischen Lagen des Überetschs. Hier dominieren Schwemmböden, die aus den Ablagerungen früherer Flussläufe entstanden sind. Diese sandigen, gut durchlässigen Böden speichern Wärme und fördern eine gleichmäßige Reifung. So entstehen kraftvolle, strukturreiche Rotweine mit Tiefe und Ausdruck.
Der Mensch im Terroir
Lagen, Klima und Böden. Das sind die drei Hauptfaktoren, die das Terroir ausmachen. Doch auch dem Winzer kommt eine wichtige Rolle zu. Denn er garantiert mit seiner Erfahrung, viel Liebe und Fleiß, die Qualität im Weinberg.





